Der Jahresempfang der Diakonie Nord Nord Ost bot den Rahmen für eine intensive Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Sozialwirtschaft. Der Einladung von Diakonie-Geschäftsführer Johanna Hannemann und Fred Mente waren unter anderem Schleswig-Holsteins Finanzministerin Dr. Silke Schneider, Bürgermeister Jan Lindenau und SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf gefolgt.
In einer Diskussion ging es um die angespannte finanzielle Lage der Städte und Gemeinden,
die damit verbundenen Herausforderungen für die soziale Infrastruktur und den Bedarf an strukturellen Reformen im Sozialstaat. Bürgermeister Lindenau brachte es auf den Punkt: „Die finanzielle Situation der Kommunen ist prekär, – das wirkt sich auch auf die Arbeit der Diakonie aus.“ Tim Klüssendorf verwies auf geplante Investitionen durch ein Sondervermö-gen des Bundes, betonte jedoch: „Strukturelle Probleme sind damit nicht gelöst. Neue Gesetzgebungen, etwa im Bereich Migration, führen zu enormen Mehrkosten auf kommunaler Ebene. Wir haben zu viele Probleme aufgeschoben. Ob Pflege, Rente oder Sozialleistungen: Wir brauchen jetzt echte Reformen.“
Renate Prüß, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Eine solidarische und inklusive Gesellschaft muss auch in Zeiten knapper Kassen Bestand haben. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit und ein Grundpfeiler unserer Demokratie.“ Dazu Bürgermeister Lindenau: „Der Haushalt 2026 wird schwierig. Nicht alle Projekte, die wir uns vornehmen, werden umsetzbar sein. Wir brauchen Entbürokratisierung, klare Prioritäten und den Mut, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen“.





